BZgA Spielsucht Beratung: Kostenlose Hilfe bei Glücksspielproblemen

Updated Juli 2026
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BZgA Spielsucht Beratung und Hilfsangebote

Die Nummer 0800 1 37 27 00 habe ich im Kopf, auch wenn ich sie nie gewählt habe. Die kostenlose BZgA-Hotline für Glücksspielprobleme ist für mich wie ein Feuerlöscher – ich hoffe, ihn nie zu brauchen, aber zu wissen, dass er da ist, gibt Sicherheit. 4,6 Millionen Erwachsene in Deutschland zeigen problematisches Spielverhalten oder sind von Spielsucht betroffen. Für sie alle gibt es Hilfe – und der erste Schritt ist oft der schwerste.

Burkhard Blienert, der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, brachte es auf den Punkt: Die hohe Zahl an Spielersperren spricht Bände. Es zeigt, wie sehr Spielsucht sowohl den Betroffenen selbst als auch ihrem Umfeld an die Substanz geht. Die Hilfsangebote existieren – sie müssen nur genutzt werden.

Das Beratungsangebot der BZgA

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – kurz BZgA – bietet das umfassendste staatliche Hilfsangebot für Glücksspielprobleme in Deutschland. Die telefonische Beratung ist kostenlos, anonym und während der Öffnungszeiten verfügbar. Keine Wartezeiten, keine Anmeldeformalitäten, keine Verpflichtungen, keine Konsequenzen. Der Anruf erscheint nicht auf der Telefonrechnung, niemand erfährt davon.

Die Berater sind geschult und erfahren im Umgang mit Spielsucht. Sie hören zu, ohne zu urteilen. Sie geben keine Ratschläge von oben herab, sondern begleiten bei der Selbstreflexion. Das Gespräch kann kurz sein – fünf Minuten reichen manchmal – oder lang, je nach Bedarf des Anrufers. Der Anrufer bestimmt das Tempo und die Tiefe des Gesprächs.

2,4 Prozent der deutschen Bevölkerung zwischen 18 und 70 Jahren erfüllen die Kriterien für eine Glücksspielstörung nach DSM-5 – das sind etwa 1,38 Millionen Menschen mit einer diagnostizierbaren Störung. Nicht alle brauchen professionelle Therapie, aber alle können von einem Gespräch profitieren. Manchmal reicht der Austausch mit einem geschulten Gesprächspartner, um die eigene Situation klarer zu sehen.

Die BZgA bietet auch Online-Beratung für diejenigen, die lieber schreiben als telefonieren. Das Formular auf der Website ermöglicht anonyme Anfragen, die innerhalb weniger Tage beantwortet werden. Für manche ist die Schriftform leichter – sie gibt Zeit zum Nachdenken, zum Formulieren, zum Überarbeiten. Der Druck eines Telefonats entfällt.

Informationsmaterial ist kostenlos erhältlich. Broschüren, Flyer, Selbsttests – alles kann bestellt oder heruntergeladen werden. Die Materialien richten sich an Betroffene, Angehörige und Fachleute gleichermaßen. Sie ersetzen keine persönliche Beratung, aber sie können der erste Einstieg sein in die Auseinandersetzung mit dem Problem.

Hotline und Kontaktmöglichkeiten

Die zentrale Telefonnummer für Glücksspielprobleme: 0800 1 37 27 00. Kostenlos aus dem deutschen Fest- und Mobilnetz. Erreichbar montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr, freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten gibt es einen Anrufbeantworter mit Rückrufoption.

Die Online-Beratung läuft über die offizielle BZgA-Website im Bereich Glücksspielsucht. Das Kontaktformular ist einfach, die Angaben bleiben anonym. Die Antwort kommt per E-Mail – auf eine Adresse, die ich selbst wähle. Niemand erfährt davon, wenn ich es nicht will.

Für Angehörige gibt es separate Beratungsangebote. Partner, Eltern, Kinder, Freunde – sie alle leiden mit, oft ohne zu wissen, was sie tun können. Die Berater helfen, die eigene Rolle zu verstehen, Grenzen zu setzen und Unterstützung zu finden, ohne selbst auszubrennen.

Die BZgA vermittelt auch an lokale Beratungsstellen. Manchmal ist ein persönliches Gespräch vor Ort besser als Telefon oder E-Mail. Das Netz der Suchtberatungsstellen ist dicht – in fast jeder größeren Stadt gibt es Anlaufpunkte. Die BZgA hilft bei der Suche nach der richtigen Stelle.

Was erwartet mich bei einer Beratung?

Die erste Angst ist oft unbegründet: niemand zwingt mich zu etwas. Eine Beratung ist kein Verhör, keine Verurteilung, kein Therapiezwang. Es ist ein Gespräch – so offen oder zurückhaltend, wie ich es möchte. Der Berater folgt mir, nicht umgekehrt.

Typische Fragen am Anfang: Was hat dich dazu gebracht anzurufen? Was erhoffst du dir vom Gespräch? Wie sieht dein Spielverhalten aktuell aus? Die Fragen sind offen, nicht wertend. Es gibt keine falschen Antworten, nur ehrliche und weniger ehrliche.

Der Berater hört aktiv zu und spiegelt zurück. Oft hilft es schon, die eigenen Gedanken von jemand anderem formuliert zu hören. Muster werden sichtbar, Zusammenhänge klar. Das Gespräch kann der Moment sein, in dem ich zum ersten Mal wirklich verstehe, was passiert.

Am Ende stehen Optionen, keine Anweisungen. Vielleicht reicht eine Selbsthilfegruppe. Vielleicht braucht es ambulante Therapie. Vielleicht ist OASIS der richtige nächste Schritt. Der Berater hilft, die Optionen zu verstehen – die Entscheidung treffe ich selbst, in meinem Tempo und nach meinen Möglichkeiten.

Weitere Hilfsangebote in Deutschland

Neben der BZgA gibt es ein breites Netz von Hilfsangeboten für Spielsüchtige und ihre Angehörigen. Die Caritas und Diakonie betreiben Suchtberatungsstellen in vielen Städten. Sie sind konfessionell, aber offen für alle – niemand muss gläubig sein, um Hilfe zu bekommen. Die Beratung ist kostenlos und vertraulich, die Berater sind professionell ausgebildet.

Selbsthilfegruppen nach dem Modell der Anonymen Spieler (GA) existieren bundesweit und treffen sich regelmäßig. Das Zwölf-Schritte-Programm hat vielen geholfen, auch wenn es nicht für jeden passt. Der Vorteil der Gruppe: Ich treffe Menschen, die verstehen, was ich durchmache – nicht theoretisch, sondern aus eigener Erfahrung. Das Gefühl, nicht allein zu sein, ist heilsam.

Ambulante Therapie bei Psychologen oder Psychotherapeuten ist eine weitere Option für strukturierte Behandlung. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen, wenn die Diagnose Glücksspielstörung gestellt wird. Die Wartezeiten können lang sein, aber der Einstieg über die Suchtberatungsstelle beschleunigt oft den Prozess erheblich.

Stationäre Therapie in spezialisierten Kliniken ist für schwere Fälle die richtige Wahl und manchmal der einzige Ausweg. Mehrere Wochen bis Monate intensiver Behandlung, abseits vom Alltag und seinen Versuchungen, mit professioneller Begleitung rund um die Uhr. Die Plätze sind begrenzt, aber die Erfolgsquoten sind gut für diejenigen, die bereit sind, sich voll darauf einzulassen. Mehr zum Thema Spielerschutz findest du in meinem Artikel zu OASIS und verantwortungsvollem Wetten.

Häufig gestellte Fragen

Ist die BZgA-Beratung wirklich kostenlos und anonym?

Ja, komplett. Die Hotline 0800 1 37 27 00 ist kostenlos aus allen deutschen Netzen, der Anruf erscheint nicht auf der Telefonrechnung. Es werden keine persönlichen Daten erfasst oder gespeichert. Die Anonymität ist garantiert – niemand erfährt vom Anruf, es sei denn, ich erzähle es selbst.

Kann ich auch als Angehöriger die Beratung nutzen?

Ja, die BZgA-Beratung richtet sich ausdrücklich auch an Angehörige von Spielsüchtigen. Partner, Eltern, Kinder, Freunde – alle können anrufen, um Unterstützung zu finden. Die Berater helfen, die eigene Rolle zu verstehen, mit der Belastung umzugehen und sinnvolle Unterstützung zu leisten ohne sich selbst aufzuopfern.

Erstellt von der Redaktion von „Fußball Bundesliga Sportwetten”.

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